Mobiles Internet Tarife Österreich



Ist das mobile Web die Zukunft? Wir werden in diesem ausführlichen Ratgeber versuchen, die Frage zu klären. Den Anfang machen wir mit einem kleinen Überblick hinsichtlich der Technologien, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben. Vom mobilen Web kann eigentlich erst seit der Technologie von GPRS die Rede sein. Die Datenübertragungsrate lag bei ca. 56 kbit/s. Ebenfalls zur zweiten Generation gehörig ist der Standard EDGE, der bereits eine Bandbreite von aufgerundet 240 kbit/s bot. Mit der 3. Generation wurde ein sehr großer Schritt unternommen. Tarife mit UMTS, HSDPA, HSUPA und HSPA+ bieten bis zu knapp 30 Mbit/s.

Die Zukunft ist jedoch noch lange nicht die Gegenwart. Tarife mit LTE dürften in den nächsten Jahren der Standard des mobilen Internets werden. Das herkömmliche LTE, das in Österreich bereits eine respektable Netzabdeckung hat, bietet theoretisch 100 Mbit/s. Das bereits in der Testphase befindliche LTE Advanced bietet sogar 1 Gbit/s. Wir werden weiter unten jedoch auf LTE noch ein wenig genauer eingehen. Bevor wir den Ratgeber nun starten, wollen wir Ihnen die Grundbegriffe näher bringen.

In Sachen Internet lesen Sie häufig kbit/s oder mbit/s. Doch was heißen diese Begriffe überhaupt? Hierbei handelt es sich um Kilobits und Megabits, nicht zu verwechseln mit Kilobytes und Megabytes. Ein Byte entspricht acht Bits. Das heißt, wenn Ihre Internetleitung mit 30 Megabit die Sekunde angegeben ist, so teilen Sie diesen Wert durch acht und erhalten einen aussagekräftigeren Wert. Im Folgenden klären wir Sie nun darüber auf, wer mobiles Internet braucht, mit welchen Nachteilen zu rechnen ist, stellen das mobile Internet und das Festnetz-Internet gegenüber, weisen Sie in die LTE-Technologie ein, stellen Ihnen verschiedene Empfangsgeräte vor und geben Antwort auf viele Fragen.

Für wen eignet sich mobiles Internet?

Eine wichtige Frage. Brauchen wir überhaupt dieses Internet für unterwegs? Sie müssen dieses Produkt eher als einen Luxus sehen, weniger als Bedürfnis. Diese Services erleichtern unseren Alltag unheimlich und bieten eine wunderbare Freizeitbeschäftigung. Wenn Sie die Entwicklung der letzten Jahre betrachten, so kann zwar nicht gesagt werden, dass das mobile Vergnügen unbedingt notwendig ist, aber es gestaltet viele Sachverhalte einfacher.

Nehmen wir nun einige Beispiele her, um dieses Thema ein wenig verdeutlichen zu können. Sie sind beispielsweise noch niemals in Wien gewesen und suchen eine U-Bahn-Station oder womöglich ein Restaurant. Dank Handys, einem entsprechenden Tarif, beispielsweise von T-Mobile, und Bandbreite können Sie bequem, schnell und effizient Ihr Problem lösen. Dies mag aber eher ein banales Beispiel sein. Nehmen wir nun an, Sie sind viel innerhalb eines Landes im Zug unterwegs und arbeiten währenddessen sehr gerne. Zwar ist die ÖBB darum bemüht, das WLAN-Netz auszubauen, jedoch bietet nicht jeder Zug diesen Service. Deshalb ist auch in diesem Fall das mobile Internet ein willkommener Freund. Sie können arbeiten oder einfach nur die Zeit totschlagen.

Womöglich sind Sie ein Mensch, der im Sommer gerne die Zeit im Park verbringt. Nehmen Sie doch einfach Ihren Laptop mit, besorgen Sie sich Internet für überall und genießen Sie die Sonne. Das mobile Internet ist vor allem dann nützlich, wenn Sie gerne mobil sind. Die Äußerung ist zwar mehr als nur trivial, aber diesen Sachverhalt müssen Sie sich vor Augen führen. Weiter unten werden Sie außerdem feststellen, dass das mobile Internet nicht einzig auf Laptops beschränkt ist und ein weites Themenspektrum umfasst.

Gibt es Nachteile?

Natürlich hat jede Technologie gewisse Nachteile. Sehr problematisch ist bei diesem Sachverhalt die Diskrepanz zwischen der Theorie und der Realität. In der Einführung konnten Sie etwas über Bandbreite und theoretische Leistungen in Sachen mbit/s lesen. Doch was sagen diese theoretischen Werte aus? Die Bandbreite ist unter anderem vom Wetter und von etwaigen Hindernissen abhängig. Im vorherigen Absatz fand die Verwendung des Internets für unterwegs im Zug Verwendung. Wenn Sie beispielsweise die Strecke Bregenz – Wien betrachten, so werden Sie feststellen, dass viele Funklöcher vorhanden sind und Sie zumindest auf einem Drittel der Strecke keine Anbindung an das Web haben.

Ein weiteres Problem ist die Drosselung. Sie haben nur ein bestimmtes Datenvolumen zur Verfügung, beispielsweise 5 GB oder 15 GB. Sie müssen also Ihren Internetkonsum anpassen. Wenn Sie viele Streaming-Dienste nutzen, ist Ihr Traffic äußerst schnell verbraucht. Inzwischen ist es jedoch so, dass viele Anbieter keine zusätzlichen Kosten mehr für weiteren Traffic fordern, sondern dass ab einem gewissen Volumen die Geschwindigkeit gedrosselt wird. Und zwar derart, dass Sie keinen großen Spaß mehr am Surfen finden werden.

Wir weisen Sie außerdem darauf hin, dass es Modelle ähnlich der Wertkarte und Modelle mit Vertrag gibt. Bei einer Wertkarte laden Sie quasi Guthaben bzw. GB auf. Das Modell mit Wertkarte ist sehr teuer, aber Sie zahlen nur das, was Sie verbrauchen. Bei einem Vertrag profitieren Sie von relativ günstigen Preisen. Allerdings müssen Sie die Netzabdeckung genau im Auge behalten. Im Gegensatz zu einem Festnetzanschluss kann der Betreiber für keinen reibungslosen Ablauf garantieren.

Abschließend zu diesem Kapitel machen wir Sie darauf aufmerksam, dass das mobile Internet vor allem im Ausland für Probleme sorgt. Innerhalb eines Landes, in diesem Fall Österreich, gibt es keine Probleme. Greifen wir nun das Beispiel mit der Zugstrecke von Bregenz nach Wien auf. Ein nicht unerheblicher Teil der Strecke führt durch Deutschland. Natürlich reicht die Netzabdeckung nicht so weit in das Nachbarland hinein, sodass Sie durchgehend im Heimnetz sind. Die Kosten für das Daten-Roaming werden zwar von der EU sukzessive gesenkt, dennoch werden Sie schnell viel Geld los. Und das teilweise, ohne es zu merken. Sie können jedoch auch Zusatzpakete buchen. Es gibt Zusatzpakete für das Ausland oder Zusatzpakete, die kurzfristig einen bestimmten Dienst leisten.

Mobiles Internet vs. Festnetz-Internet

Seit dem Bestehen des Internets für überall existiert die Frage, ob auf Dauer eine Wachablösung zu vernehmen ist. Das hängt jedoch vor allem mit dem Surfverhalten zusammen. Wenn Sie nun ein User sind, der regelmäßig im Internet ist, viel Traffic erzeugt und Streaming-Dienste nutzt, dann sind Tarife für unterwegs gänzlich uninteressant. Die Bandbreite schwankt, es gibt keine Garantie vom Betreiber, Sie haben ein begrenztes Datenvolumen und müssen mit einer Drosselung leben. Das bedeutet im Endeffekt, dass es noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, bis das Web-to-go und entsprechende Tarife eine wirkliche Alternative zum Festnetz-Internet sind. Natürlich gibt es jedoch Verbraucher, die mit der mobilen Variante mehr als nur gut versorgt sind. Schließlich darf nicht vergessen werden, dass das Web-to-go billiger erhältlich ist als Festnetz-Internet. Wenn Sie nun einzig hin und wieder Nachrichten lesen, E-Mails checken und ein wenig soziale Kontakte pflegen (ohne dabei Videos zu konsumieren), dann reicht die flexiblere Variante natürlich vollkommen aus. Im Endeffekt müssen Sie für sich selbst abwägen, was Ihnen wichtiger ist. Mobilität oder Sicherheit?

Mobiles Internet ist das Richtige, wenn Sie…

  • nicht allzu viel Traffic erzeugen
  • gelegentlich surfen (E-Mails checken etc.)
  • keinen großen Wert auf eine hohe Bandbreite legen

Schnelles Internet – LTE

Sie haben im letzten Kapital nun einige negative Aspekte der Thematik kennenlernen müssen. Natürlich kommen jetzt einige Fragen auf, ob denn diese Art des Internets überhaupt eine Zukunft haben kann. Natürlich. In absehbarer Zeit wird die drahtlose Variante hinsichtlich der Popularität die Festnetz-Alternative ablösen. Dies hängt vor allem auch mit der Infrastruktur zusammen. Wenn Sie jeden Haushalt mit Glasfaserkabeln versorgen wollen, so sind damit erhebliche Kosten und Bauarbeiten verbunden. Wenn Sie jedoch einzig einen Sendemast mit Glasfasern verbinden müssen, der wiederum durch modernste Technologie drahtlos senden kann, so ist schnell klar, welche Rechnung eher aufgeht.

Dies dürfte auch der Grund sein, warum aktuell der Hype um die LTE-Technologie sehr groß ist. Wie Sie bereits vernehmen konnten, handelt es sich hierbei um einen Mobilfunk-Standard der vierten Generation. Beim Mobilfunk steht in der heutigen Zeit nicht mehr unbedingt die Sprachqualität im Vordergrund. Viel wichtiger sind die Bandbreite und die Reichweite. Diese zwei Komponenten entscheiden darüber, ob eine Technologie Erfolg haben wird oder nicht. Wie Sie bereits nachlesen konnten, bietet die herkömmliche LTE Technologie eine Bandbreite von bis zu 100 Megabit die Sekunde. Ob diese Leistung abgerufen werden kann, hängt natürlich auch davon ab, wie stark der jeweilige Sendemast beansprucht wird. Die nächste Frage bezieht sich natürlich auf die Verfügbarkeit.

In Österreich profitieren die Verbraucher davon, dass das Land verhältnismäßig klein ist, sodass die Ballungsräume schnell abgedeckt werden. Seit 2010 ist in Österreich LTE im Einsatz, das damalige Testgebiet von T-Mobile war Innsbruck, welches über eine Abdeckung von fast 100 verfügt. Auch in Wien ist die Abdeckung inzwischen bei über 90 Prozent. In zwei bis drei Jahren wollen die Betreiber, wie T-Mobile, A1 und Co. eine gesamtheitlich betrachtete Abdeckung von 90 Prozent erreichen und Tarife für die Masse anbieten.

Stellt sich nun noch die Frage nach dem Preis für einen solchen Tarif. LTE ist noch kein Standard. Das heißt, wenn Sie beispielsweise einen Tarif für das Handy abschließen, so erhalten Sie in der Regel Zugriff auf das 3G Netz. Für LTE Tarife müssen Sie mitunter einen nicht unerheblichen Aufschlag zahlen. Bedingt dadurch, dass die Netzabdeckung noch nicht flächendeckend ist, ist ein solcher Tarif auch nur bedingt zu empfehlen. Davon einmal abgesehen, dass die meisten Handys mit dieser Bandbreite kaum etwas anfangen können. Achten Sie unbedingt darauf, dass natürlich nicht jedes Handy diese Technologie unterstützt. Selbst dann, wenn LTE auf der Packung drauf steht, muss das nicht bedeuten, dass in Ihrem Land damit LTE möglich ist. Dahinter verbirgt sich der Kampf um Frequenzen. Gutes Beispiel ist das iPhone5 gewesen. Dieses ist zwar LTE-tauglich, die Frequenzen, die in Österreich ausgestrahlt werden, bringen diesem Gerät jedoch relativ wenig, da es diese nicht verarbeiten kann. Hier ist also Ihre Aufmerksamkeit gefragt.

UMTS Empfangsgeräte

Um überhaupt unterwegs surfen zu können, benötigen Sie natürlich entsprechende Hardware. Wir stellen Ihnen nun verschiedene Möglichkeiten vor, wie Sie auf das Web-to-go zurückgreifen können.

Die beliebteste Variante an dieser Stelle ist natürlich das Handy. Diese Erfindung dürfte es gewesen sein, die diese Technologie überhaupt erst populär gemacht hat. Der Hunger auf Geschwindigkeit, während man unterwegs ist, wächst stetig. So haben natürlich auch die Mobilfunkmasten und die Mobilfunkbetreiber die Voraussetzungen für diese Technologie geschaffen, sodass nicht nur SMS verschickt werden können. Schon lange sind Datentransfers über den Mobilfunk möglich, doch erst die neueren Technologien haben eine akzeptable Bandbreite hervorgebracht.

Eine weitere Möglichkeit, die immer mehr an Beliebtheit gewinnt, sind Tablets. So gibt es von den meisten Herstellern verschiedene Modelle. Die meisten Modelle haben zumindest WLAN integriert, sodass Sie zu Hause oder in einem Café online gehen können. Allerdings verfügen auch einige Modelle über eine Mobilfunkschnittstelle bzw. einen Slot für eine SIM Karte. Gleiches gilt außerdem für Netbooks, wobei hier wenige Modelle eine entsprechende Schnittstelle nachweisen können. Für Sie als Kunde heißt das, dass Sie bei dem Mobilfunkbetreiber Ihres Vertrauens einen zusätzlichen Vertrag für das Web-to-go abschließen müssen, um unterwegs surfen zu können.

Der Klassiker des mobilen Internets ist der USB-Stick. Hier gibt es, wie bereits erwähnt, zwei verschiedene Möglichkeiten. Verträge und Prepaid. Von Vorteil sind vor allem die äußerst unkomplizierte Installation und das schnelle Login, das auch auf mehreren Geräten erfolgen kann. Unterwegs für Ihr Notebook, zu Hause für Ihren Desktop-PC.

Ebenfalls an Beliebtheit gewinnen die sogenannten Webcubes. Hierbei handelt es sich nicht um Internet für unterwegs im herkömmlichen Sinne. Viel mehr schlagen Sie einen Vorteil daraus, dass in unseren Gefilden nahezu überall das Web verfügbar ist. Wenn Sie keine großartige Lust auf einen Telefonkonzern verspüren, der Sie Monat für Monat um 40 Euro erleichtert, so ist ein Webcube eine sehr interessante Alternative. Die Preise bewegen sich bei ca. 20 Euro im Monat. Neuere Varianten bedienen sich des LTE-Netzes und bieten eine gute Bandbreite. Neueste Modelle lassen es zu, dass bis zu 16 Endgeräte gleichzeitig an dem Webcube hängen können.

Abschließend stellen wir Ihnen eine noch eher ungewöhnliche Variante vor. Das Tethering. Da sehr viele Verbraucher in der heutigen Zeit über ein Handy verfügen, ist das mobile Internet allgegenwärtig. Sie können diesen Umstand zu Ihrem Vorteil nutzen. Wenn Sie über ein Smartphone verfügen, das Tethering unterstützt, so brauchen Sie nicht gesondert einen USB-Stick für Ihren Laptop in Betracht ziehen. Das Handy erzeugt ein WLAN-Netzwerk mit Hilfe des Mobilfunknetzes und ermöglicht es Ihnen am Notebook das Login ins Web über das Smartphone. Achten Sie jedoch auf Ihr Datenvolumen und Ihren Vertrag. Zusätzliche Kosten können dafür natürlich anfallen.