In der heutigen Welt soll vieles schnell und möglichst günstig vonstattengehen. Das lässt sich in der Industrie und Wirtschaft, aber auch in den privaten Haushalten feststellen. Bestes Beispiel sind Lebensmittel. Viele Verbraucher, selbst diese, die über ein großzügiges Budget verfügen, strömen in Diskonter, um möglichst billig einzukaufen. Diese Grundidee steckt auch hinter Billig-Mobilfunkanbietern, wie etwa bob. Der Sachverhalt gestaltet sich im Endeffekt jedoch ein wenig differenzierter. Arbeiten Diskonter-Ketten eigenständig, so befinden sich hinter den Billig-Mobilfunkanbietern große Unternehmen.

BOB Unternehmensstruktur

Der Billig-Mobilfunkanbieter bob ist eine Tochtergesellschaft der A1 Telekom Austria. Das heißt im Umkehrschluss, dass hinter bob der größte Mobilfunkanbieter Österreichs bzw. einer der größten in Mitteleuropa steckt. Das beinhaltet relativ viele Vorteile. So kann das Unternehmen auf die hervorragende Infrastruktur der Muttergesellschaft zurückgreifen. A1 ist in Sachen Mobilfunk in Österreich bestens aufgestellt und verfügt über modernste Technologien. Das heißt wiederum für die Kunden, dass beispielsweise eine sehr hohe Netzabdeckung gewährleistet werden kann. Außerdem ist es überhaupt dadurch erst möglich, dass Billig-Mobilfunkanbieter wie bob derart günstige Tarife anbieten können.

Der Mobilfunk Discounter

Es wird auf die Wünsche vieler Kunden eingegangen. Keine Bindung und kein Mindestumsatz. Vor allem junge Verbraucher, deren Budget nicht allzu groß ist, bevorzugen diese Handytarife. Im Endeffekt bietet bob die preislichen Vorteile eines Vertragsverhältnisses, der Kunde kann jedoch jeden Monat kündigen. Das Unternehmen bob ist auf diesem Sektor ein Vorreiter in Österreich und brilliert durch eine exzellente Vermarktung. Angefangen bei der Werbung, die durch eine markante Stimme, nämlich die von Schauspieler Martin Semmelrogge, einen sehr eigenen Charakter verliehen bekommen hat. Des Weiteren sind auch die verschiedenen Tarife sehr gut durchdacht. Im Jahr 2009 konnte der bis dato billigste Freiminutentarif Österreichs angeboten werden. Das Paket bigbob war in der Folge ein großer Erfolg. Anfangs war das Modell der Billig-Mobilfunkanbieter relativ simpel. Die Kunden wollten schlicht telefonieren sowie SMS schreiben und das möglichst günstig. Inzwischen sind die Bedürfnisse jedoch wesentlich vielfältiger. Dank der Smartphones will auch ein relativ anspruchsloser Kunde heutzutage vom Handy aus surfen können. Dahingehend gibt es inzwischen ebenfalls sehr attraktive Tarife. Ebenfalls vertreten sind Tarife für das mobile Internet. Über einen USB-Stick gelangen Kunden von nahezu überall aus ins Internet.

A1 internes Problem: Yesss gegen bob

In letzter Zeit hat jedoch der Glanz von bob ein wenig nachgelassen. Sukzessive wurden die Tarife erhöht. Für Kunden, die bereits in einem Vertragsverhältnis sind, hat das keine Auswirkungen, für Neukunden ist dieser Wandel jedoch gänzlich unattraktiv. Viele Experten sehen den Grund dafür in der Übernahme von Yesss. Anfang 2013 wurde dieser Billig-Mobilfunkanbieter von Orange übernommen. Orange selbst wurde von 3 aufgekauft. Schon damals wurden Stimmen laut, dass zwei Billig-Mobilfunkanbieter unter einem Dach nicht förderlich seien, da sie in direkter Konkurrenz stehen würden. A1 begründet im Gegenzug, dass eine Multi-Marken-Strategie verfolgt wird und sich die Angebote der beiden Anbieter stark unterscheiden werden. Bei Yesss gibt es Wertkarten, bei bob Verträge, doch im Endeffekt sind die Unterschiede marginal. Es ist jedoch viel mehr anzunehmen, dass eine Neuordnung im Unternehmen vorgenommen wird. A1 als das Flagschiff, Yess als billige Alternative und bob als Zwischenlösung.

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