Bei dem Unternehmen Hutchison Drei Austria GmbH handelt es sich um ein Tochterunternehmen der Hutchison Whampoa Limited, welche in Hongkong ansässig ist. Die Marke 3, welche in der jeweiligen Landessprache ausgesprochen wird (beispielsweise in England „three“, in Österreich „drei“), ist seit dem Jahre 2003 auch in Österreich anzutreffen. Bemerkenswert ist dabei, dass das Unternehmen einen anderen Weg eingeschlagen hat. 3 tritt als ein reiner UMTS bzw. HSDPA Anbieter in Österreich auf. Der Hintergrund ist ebenso so simpel wie clever. Das Unternehmen möchte dem Kunden die digitale Welt eröffnen. 3 hat auch einen gewichtigen Anteil daran, dass in Österreich das mobile Breitbandinternet sehr gute Fortschritte gemacht hat. Das Motto lautet, dass mobile Kommunikation zum Alltag gehört und dementsprechend jedem verfügbar gemacht werden muss.

Drei in Österreich

Der 5. Mai 2003 ist der Stichtag für 3 in der Alpenrepublik. Es werden erstmals die Mobilfunkdienste dieses Unternehmens angeboten. Wie bereits erwähnt, handelt es sich dabei um ein reines UMTS- wie auch HSDPA-Netz. Das heißt, dass nicht unbedingt die Sprachtelefonie im Mittelpunkt stand, sondern vielmehr die damit verknüpften Dienste. Das Ziel war es, vom Handy aus einen möglichst schnellen Internetzugang liefern zu können. Die Bereiche, auf die sich das Unternehmen fokussierte, zeigten früh auf, welche Intention verfolgt wurde. Hochauflösendes Fernsehen, Skype und MSN, Musik-Downloads und Musik-Streaming zählten bereits in den Anfangsjahren zu der innovativen Produktpalette. Die Marke 3 wollte sich als ein Lifestyle-Produkt etablieren.

Die weiteren Schritte

Im Februar 2008 konnte ein weiterer wichtiger Schritt unternommen werden. Handy-TV war möglich. Die dazugehörige Lizenz für DVBB-H wurde von der Regulierungsbehörde erteilt. Das Ergebnis waren 15 TV-Sender die nun vom Handy aus verfolgt werden konnten. Der DVB-H Service wurde jedoch bereits 2010 wieder eingestellt. Der mangelnde Erfolg war ausschlaggebend. Der Nachfolger ist das UMTS-Streaming. Doch auch hier hat 3 mit Problemen zu kämpfen. Zum einen kann das versprochene HD-Streaming nicht eingehalten werden. Zum anderen sind die Ressourcen viel zu knapp, sodass, wenn zu viele Kunden konsumieren, kein flüssiger Ablauf möglich ist.

Die Netzabdeckung

Ein Unternehmen, das auf mobiles Breitbandinternet setzt, hat vor allem mit der Netzabdeckung zu kämpfen. Hinsichtlich UMTS und HSDPA kann eine Abdeckung von 94 Prozent geboten werden. Das ist der Spitzenwert in Österreich, wovon die Konkurrenz nur träumen kann. Die restlichen sechs Prozent werden im EDGE Netz versorgt. Seit 2011 setzt 3 außerdem auf LTE. Die Abdeckung ist jedoch noch relativ gering, einzig die großen Städte in Österreich haben eine akzeptable Netzabdeckung.

Marktanteil und Kundenzahlen

An dem Marktführer A1 ist in absehbarer Zeit kein Vorbeikommen, doch 3 hat sich in den letzten Jahren durchaus gemausert. Interessant ist vor allem, dass das Unternehmen den meisten Gewinn pro Kunde macht. Dahingehend ist jedoch in den letzten Jahren ein Rückgang zu vernehmen, da die Verträge immer billiger werden. Vor allem in Österreich herrscht ein harter Konkurrenzkampf vor. Im Jahr 2005 lag der Marktanteil mit 255.000 Kunden bei ein wenig mehr als drei Prozent. Doch Jahr für Jahr konnte eine klare Steigerung erwirtschaftet werden. 2009 waren bereits 893.000 Verbraucher Kunde bei 3, sodass der Marktanteil bei knapp 8 Prozent lag. Die Geschäftszahlen aus dem Jahr 2012 verdeutlichen diesen Trend. 1,7 Millionen Kunden sorgen für einen Marktanteil von 12,6 Prozent.

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